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Einige von uns Flâneuren schauen gerne den Tatort. In einem kurzen Rückblick zeigen wir euch ab sofort an jedem Nach-Tatort-Montag, was wir über den aktuellen Tatort denken, welche Gefühle wir beim Schauen hatten und ob es sich lohnt, noch einmal in die Mediathek zu schauen.

Die harten Fakten:

Titel: Borowski und der brennende Mann

Stadt: Kiel

ErmittlerInnen: Borowski & Brandt

Austrahlungsdatum: 12. Mai 2013

Überraschungsmoment

Falk: Dass die wunderbare Lisa Hagmeister auch so richtig langweilig spielen kann.

Ninia: Braunschweig! Meine alte Heimat!

Johanna: Kam erst hinterher. Jauch ist immer noch nicht abgesetzt?! (dabei geht es doch auch ohne)

Das hat gefehlt

Falk: Die Gewaltpornografie, die die Kritik in der taz versprochen hatte. War doch alles in allem leicht verdaulich.

Ninia: Fast: “Ich höre.” Es kam dann aber noch, puh.

Johanna: Die Milch.

Das war zu viel

Falk: Der Akzent der Polizistin vor Ort. Ich meine, dänische Minderheit, gut und schön, aber wenn man Polizistin ist, dann klingt man doch nicht, als ob man gerade mal seit einer Woche auf Urlaub in Schleswig sei.

Ninia: Die eindeutig, zweideutige Spielerei mit dem Zoom auf die nackten Frauenbeine.

Johanna: Was Ninia sagt.

Lieblingsdialog

Falk: “Die denken, dass Dänen alle nur an Alkohol und Sex denken und alle wahnsinnig viel Geld haben. Bis auf den letzten Punkt stimmt das bei mir. Nein, haha, ich drink’ gar nicht so viel.” (Okay, ist ein Lieblingsmonolog)

Ninia: ”Ich lasse die IP-Adresse zurück verfolgen.” – “Das mache ich selber, geht am schnellsten.”

Johanna: “…ich gebe immer alles” – ”Sie müssen nicht immer alles geben – wir übernachten in verschiedenen Zimmern”

Lieblingsszene

Falk: Tatsächlich der Spannungshöhepunkt kurz vor Schluss in der Klinik, als mehrere Aktionen gleichzeitig ablaufen und man sich parallel mit Borowski plötzlich nicht mehr sicher ist, ob die schon als Täter abgespeicherte Figur wirklich der Böse ist.

Ninia: Brandts Blick als sie vor dem Klamottengeschäft parken.

Johanna: Alles ohne Schnee.

Fehler

Falk: Grundsätzlich die Zuständigkeiten. Dass Kieler Polizei in Schleswig ermittelt, okay, das lässt sich noch mit persönlichen Verstrickungen erklären. Aber dass dann Super-Duper-Kollegen zur Verstärkung geholt werden, die die Schleswiger Dorfbullen erstmal damit demütigen, dass sie ihre eigene Espressomaschine mitbringen, und diese Eliteeinheit kommt nicht etwa aus Kiel, sondern gerade mal die paar Kilometer aus Flensburg, das passt einfach nicht.

Ninia: Dänin zu Borowski: “Sie sind süß.” Nein. Ist er nicht.

Johanna: Kein typischer Filter, der auf anhieb die Stadt erkennen lässt, in der der Tatort spielt.

Dabei habe ich Gänsehaut bekommen

Falk: Eigentlich gibt es gar keinen echten Grund zum Motzen, aber alles in allem ließ mich der Krimi eher kalt. Also auch keine Gänsehaut.

Ninia: Bei der creepigen Reaktion vom Vater auf den Tod des Direktors.

Johanna: Als Brandt in der düsteren Kammer die Brandsalbe mitnehmen will.

Top-Tweet

Falk:

 

Ninia:

Johanna:

 

Das habe ich gelernt

Falk: In Dänemark sind die Autobahnen aus extratollem Asphalt.

Ninia: Polizisten dürfen mitten auf der Straße parken – wenn es dunkel ist und es schneit.
Und: Die Dänen drehen Kinder um.

Johanna: Bei einem guten Tatort wird wenig getwittert.

Das wünsche ich mir beim nächsten Mal

Falk: Ein Drehbuch, das die tolle Sibel Kekilli nicht ausschließlich auf Bildschirme starren lässt.

Ninia: Mehr Augenklappen. Und mehr von dieser skandinavischen Krimistimmung.

Johanna: Nackte und beharrte Männerbeine.

Was ich auch noch loswerden wollte

Falk: Ich mag die Konsequenz, mit der die Kieler Krimis Schleswig-Holstein als skandinavisches “Tatort”-Revier branden.

Ninia: Die dänische Kommissarin trug einen schönen Pulli.

Johanna: Zu viel Brand, zu wenig Brandt.

Gesamtnote

Falk: 3 Minus. Aber eigentlich mag ich keine Noten.

Ninia: Glatte 2.

Johanna: Befriedigend.

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