Scholz and Friends

Reozeende Gesellschaft: Der Hamburger SPD-Bürgermeister Olaf Scholz und Mitbewerber. (Foto: Falk Schreiber)
Reizende Gesellschaft: Der Hamburger SPD-Bürgermeister Olaf Scholz und Mitbewerber. (Foto: Falk Schreiber)

Liebe Hamburger Flâneursfreunde und -freundinnen, denkt dran: Heute ist Wahl. Denkt dran, dass die islamophoben, schwulenhassenden, wohlstandschauvinistischen Rechtsaußen von der AfD Chancen haben, in die Bürgerschaft einzuziehen, genauso wie die Windbeutel und Witzbolde von der FDP. Denkt dran, dass da eine CDU antritt, die heute liberal tut, aber vor wenigen Jahren keine Scheu hatte, mit der rechtspopulistischen Schill-Partei eine Koalition einzugehen. Und denkt dran, dass da auch Grüne antreten, die vor noch weniger Jahren kein Problem damit hatten, mit ebenjener CDU zu koalieren. Erinnert euch an den Umgang der SPD mit den Lampedusa-Refugees, und erinnert euch an die Gefahrengebiete: Die verdanken wir auch der SPD. Außerdem könntet ihr euch fragen, weswegen die Polizeispitze in Hamburg auch in Zeiten einer SPD-Alleinregierung noch mit Schill-Getreuen besetzt ist, fragt euch, weswegen der ehemalige Schill-Sozialsenator und heutige AfD-Kandidat Dirk Nockemann im Brotberuf Spitzenbeamter in der Schulbehörde ist, während ein Mensch mit Antifa-Hintergrund nicht einmal Hausmeister in einem städtischen Unternehmen werden kann? A propos Antifa-Hintergrund: Wenn ihr Die Linke auf dem Wahlzettel seht, dann denkt auch dran, dass Die Linke auf keinen Fall mitregieren möchte, ganz davon abgesehen, dass keine der übrigen Parteien mit Chancen auf Bürgerschaftsmandate mit den Linken koalieren würden.

Denkt an all das, und dann macht euer Kreuzchen, denn: Das Wahlrecht ist wichtig, das schenkt man nicht leichtfertig her.

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Falk Schreiber Verfasst von:

Falk arbeitet als Redakteur und Theaterkritiker in Hamburg.

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