andreaAm 7. und 8. November findet in Hamburg zum achten Mal “Operation Ton” statt – “Deutschlands nerdigste Musikerkonferenz”, wie die Macher von RockCity die Mischung aus Vorträgen, Workshops und Konzerten von Musikschaffenden für Musikschaffende nennen. Warum das so ist, haben wir bei Andrea Rothaug, Geschäftsführerin von RockCity Hamburg e.V. nachgefragt.

Mal abgesehen von der neuen Location in der Schanze – was ist beim achten Mal “Operation Ton” anders als in den Jahren zuvor?

Operation Ton #8 ist genauso einmalig wie seine Vorgänger. Hier kommen keine Firmen, die von ihren Erfolgen erzählen, sondern Musikerinnen und Musiker, die aus dem Nähkästchen plaudern und ihr blutiges Herz auf den Tisch legen. Aber wirklich neu ist, dass H.P. Baxxter sich mit Frank Spilker von den Sternen unterhält, Gustav aus Österreich anrauscht, sich internationale Journalisten akkreditiert haben, unsere Kooperationspartner fett mit dabei sind und wir mehr Räume, mehr Bands und Musikerinnen und Musiker und jede Menge supernette Helferchen haben. Wir haben also dem Erfolg ein Türchen geöffnet, laden Musikschaffende und Interessierte aus der ganzen Welt ein und haben auch noch geile Workshops im Programm.

Wer ist eure Zielgruppe? Nur Musikschaffende oder auch interessierte Konzertgänger?

Operation Ton #8 ist gut für Menschen mit und ohne Instrument. Auch Selbstvermarkter oder DIY Projekte, Politiker und Behördenangestellte können hier viel lernen, genauso wie Azubis aus der Industrie. Das war’s dann aber auch schon. Zum Festival ist jede/r eingeladen, der der Kultur ein Augenzwinkern schenken möchte. Es wird toll!

Wie würdest du die aktuelle Lage der Hamburger Musikszene beschreiben? Was ist positiv, was fehlt? Und wo kommt Operation Ton da ins Spiel?

Die aktuelle Lage der Musikszene ist: Interessant, unausgeschlafen, unterschätzt, wild und zahm im Wechsel, ein Kühlschrankmagnet mit Bart, unterbezahlt, ohne Obdach, vergessen, wertgeschätzt, verliebt, musikalisch, wow, ganz geil, eine öffentliche Finanzierungsverpflichtung, digital, analog, live, visuell, laut, und bei uns in guten Händen.

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Das Konzept „keine Firmen“ macht die Konferenz vermutlich auch schwerer finanzierbar. Wer fördert Operation Ton?

Operation Ton wird mit dem höchsten Aufgebot an Selbstausbeutung und sympathischer Kontakte von RockCity initiiert und realisiert. Seine Macher essen seit Wochen Spaghetti mit Ketchup und trinken nur Wasser. Finanziert wird die Musikerkonferenz aus Mitteln der Kulturtaxe der Freien und Hansestadt Hamburg und den Eintrittsgeldern.

Über welche Bestätigung habt ihr euch 2014 besonders gefreut?

Ich hab mich tierisch gefreut über GUSTAV und über H.P. BAXXTER, Simon Bauer von Hans Unstern, Wenzel Storch und über Andy Strauß, Linus Volkmann und Mary Ocher und Berthold Seliger und Moses Schneider, und Michelle Leonard und Frank Spilker und Tentler, beide, und die Kultursenatorin Frau Prof. Barbara Kisseler und Amelie Deuflhard und Grandhotel Cosmopolis und Christoph Schäfer und die ganzen tollen Acts erst!!!

Okay, verstanden: Das Programm ist ein Gesamtkunstwerk!

 

Falls ihr Lust bekommen habt, hinzugehen:

Operation Ton
7. & 8. November 2014, Kulturhaus 73
Zeitplan
Tickets fürs Festival ab 13 Euro
Tickets für Konferenz & Festival ab 28 Euro
www.operationton.de/op/tickets

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