Die Lücke zum Sommer schließen: Remmidemmi in Berlin

Kommenden Samstag ist es soweit – es wird geremmidemmit im Glashaus! Ob auch mit Porzellan geworfen wird, wird sich zeigen. Fest steht aber, dass mit Kat Frankie, Milliarden, Kadebostany, Marc O´Reilly, FINS, Raglans und NEWMEN haufenweise spannende Mucke laufen wird, in die ihr bequem per Spotiyplaylist reinlauschen könnt. Wir haben derweil mit den Veranstaltern von Handshake Booking ein paar Worte über’s Festival gewechselt:

 

Was hat euch dazu bewogen, keine regelmäßige Konzertreihe, sondern ein richtiges Festival aus eurer Idee zu machen?
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bei einer Konzertreihe mit 2-3 Bands am Abend nicht unbedingt mehr Leute kommen als bei einem Einzelkonzert des jeweiligen Headliners selbst. Uns geht es aber vorrangig um Potential, dass für jüngere Bands in einem solchen Umfeld entstehen kann. Bei einer Konzertreihe hast du nicht die Möglichkeiten den Newcomern ein Publikum in der Größe zu bieten und darum soll es beim REMMI DEMMI Festival gehen. Gute Musik abseits vom Mainstream einem breiteren Publikum vorzustellen. Wir bei Handshake Booking betreuen selbst ja einige Bands im Aufbaustadium und merken daher wie schwer es ist, die Leute zu den Konzerten unbekannterer Acts zu locken. Wenn es nach uns geht soll Berlin nun eine Plattform mehr haben für die es sich lohnt ein Ticket zu kaufen um neue, talentierte Acts zu entdecken.

 

Ihr wollt besonders die jungen Künstler der Hauptstadt stärken – habt ihr das Gefühl, dass diese es in einer Stadt wie Berlin – mit Dutzenden Konzerten jeden Abend – besonders schwer haben oder gibt es doch einen gewissen Lokalpatriotismus?
Jüngere Bands haben es schon schwer sich hier zu behaupten. In unserem Auster Club sehen wir das tagtäglich. Da steht dann eine Band auf der Bühne von der du noch nie gehört hast und dir fällt schon beim ersten Song die Kinnlade runter, weil diese Underdogs so dermaßen gut spielen. Trotzdem stehen im Club nur 30 Zuschauer, inkl. der Gästeliste der Band, weil gleichzeitig im Lido, dem C-Club und der Mercedes Benz Arena Bands auftreten, die täglich 20 Mal im Radio gespielt werden. Leicht ist es hier in Berlin also wirklich nicht auf sich ausmerksam zu machen.

 

Wie kam es dazu, dass das Festival – da von flux.fm präsentiert – nicht auch im Fluxbau stattfindet?
Bei der Auswahl der Venue war die Wahl für das Glashaus ziemlich schnell klar. Der Ort ist wunderschön mit seinem Blick auf die Spree und wenn wir Glück haben und das Wetter mitspielt, können unsere Gäste sogar im Sand des Badeschiffs abhängen. Festivalfeeling im April, wo ist das sonst möglich! Ausschlaggebend war aber tatsächlich der technische Aspekt und die Möglichkeit auf 2 Bühnen zu spielen, da passt im Glashaus perfekt.

 

Clubfestivals sind, als Kontrast zu den immer mehr werdenden Wald-und-Wiesen-Festivals, immer weiter im Kommen. Was macht für euch den Reiz aus?
Für mich schließen Clubfestivals einfach die Lücke zum Sommer. Wir sind ja immer im April und im November, da ist noch nicht so viel mit Open Air. Mit etwas Glück ist die April-Ausgabe schon mit viel Sonne gesegnet und wir finden die Hälfte unserer Besucher zwischen den Sets im Strand des Badeschiffs wieder. Die können nach dem Abend dann auch einfach in 15 Minuten mit dem Fahrrad oder dem Bus nachhause fahren, ein Aspekt den man sich bei manch anderem Festivalabend ja auch wünscht.

 

Remmi Demmi, remmi demmi – seht ihr euch als reines Feierfestival oder wie kam es zum Namen, der in Deutschland ja vor allem im Zusammenhang mit Deichkind bekannt ist?
Das Feiern wird hoffentlich nicht zu kurz kommen, aber ehrlich gesagt geht es bei uns tatsächlich um die Musik und um tolle Entdeckungen. Der Name hat sich letztendlich auch aus der Partnerschaft mit unserem Schwester-Festival ergeben. Wir kooperieren ab November ja mit dem Ramba Zamba Festival in Hamburg, deren Indoor-Festival immer am jeweiligen Freitag vor unserem Abend hier in Berlin stattfindet. Wir wollten also einen Namen der passt, gleichzeitig aber auch vermittelt, dass wir alles etwas anders machen. REMMI DEMMI eben.

 

Wenn ihr euch eine Zusammenarbeit zwischen zwei der Festivalbands aussuchen könntet, wer sollte eurer Meinung nach unbedingt mal etwas zusammen machen?
Kat Frankie und Marc O’Reilly wäre meiner Meinung nach eine Mega-Kombi! Der Powersound von Marc mit dem unglaublich guten Songwriting von Kat, fesselnder geht es glaube ich kaum!

 

Das Remmi Demmi Festival findet am 23.4. im Glashaus an der Arena statt. Tickets könnt ihr weiterhin hier ordern.

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Enrico Seligmann Verfasst von:

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