
Feminismus als Trend bei den großen Designer_innen? Gähn! Aber es geht auch anders: Internationale Modeblogger_innen, die politische Einstellungen nicht instrumentalisieren, sondern mit grandiosen Outfits jenseits vom weißen, schlanken Medienbild Aufmerksamkeit generieren. Selfies als empowerndes Mittel, um der Welt zu zeigen, wie fabulous Frauen* sind. Über das Netz verbreitet sich ein neues Verständnis von Feminismus und Fashion – genau das wollten die Flâneurinnen Kathrin und Ninia auf der re:publica 2015 zeigen. Ninia gab euch einen Überblick über einige Blogs, Instagram-Accounts und Hashtags, denen sie gerne folgt und Kathrin widmete sich der Selfie-Kultur und erklärte, warum gerade Selfies so gut und wichtig sind. Damit ihr alle Links und Quellen, derer wir uns bedient haben, gut wiederfindet, haben wir sie an dieser Stelle gesammelt:
In dem kurzem historischen Abriss erwähnte Ninia den aktuellen Fall einer französischen Schülerin, die wegen ihres vermeintlich zu langen Rocks aus dem Unterricht ausgeschlossen wurde. Hier findet ihr mehr Hintergrundinfos dazu.
Ninia erwähnte am Rande auch die klassische Modeindustrie und Karl Lagerfelds Versuch, den Laufsteg feministisch zu gestalten. Hier gibt’s einen tollen Artikel von Anna Meinecke zu diesem Thema.
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BLOGS
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INSTAGRAM
- #hijabistas
- @saharfoad
- @nadiaaboulhosn
- @fraugehlhaar
- @nathaliecroquet
Das wort „Selfie“ wurde das erste Mal 2002 in einem australischen Forum erwähnt. Tatsächlich gibt es das Selfie in der Kunst aber schon viel länger – Kathrin hat im Vortrag z.B. Frida Kahlo gezeigt. 2013 erschien auf Jezebel ein Artikel von Erin Gloria Ryan, der Selfies nicht empowernd und „Schrei nach Hilfe“ bezeichnete. Auf diesen Artikel gab es viele Reaktionen, u.a. diese von Mikki Kendall:
Actually can we talk about what #selfies mean to people who never get a chance to see themselves in mainstream media?
— Mikki Kendall (@Karnythia) 21. November 2013
Aus Protest gegen den Artikel entstand der Hashtag #feministselfie. Denn: Selfies können ein Instrument zur Identitätsbildung, Akzeptanz des Selbst-Bildnisses und “Self Care” sowie zur selbstbestimmten Darstellung des eigenen Körpers und ein Mittel gegen das “Regime of Shame” sein. [Quellen: Koskela 2004, Tidenberg 2014, Ehlin 2014]
Auch die Journalistin und Bloggerin Hengameh Yaghoobifarah schreibt viel zum Thema Selfie: „Vorbilder aus den Medien sind so vielfältig wie 356 Tage im Jahr Toastbrot: ziemlich weiß.“ Sie fasst ihre eigenen Selfies des Jahres in einem Best-of zusammen und erklärt auf ihrem eigenen Blog, warum Selfies für viele Menschen wichtig sind.
Erin Tatum erklärt auf everydayfeminism.com die Bedeutung von Selfies und Roman Bucheli widmet sich dem fantastischen Selfie-Stick.
SELFIE-HASHTAGS
- #609060 (Entstanden aus einem Artikel der Bloggerin Journelle – hier erklärt sie die Entstehung nochmal in 140 Sekunden)
- #fatkini (Erfunden von Bloggerin Gaby Fresh – die Mädchenmannschaft fasst alle Infos zum Hashtag zusammen | weitere Infos zum Thema hier, hier und hier)
- #blackgirlsaremagic (Erfunden von Cashawn Thompson)
- #queergirlsvisibilityday (Hier gibt’s mehr Infos zum Hashtag)
Außerdem hat Kathrin das Projekt anderFashion von Anastasia Umrik vorgestellt, eine Modenschau, die noch finanzielle Unterstützung sucht.
Folgende Artikel haben wir außerdem zitiert, um Themen, die in die 30 Minuten nicht reingepasst haben, zu erwähnen:
Abschließender Buchtipp: „Women in Clothes“ – daraus stammte auch die Fotostrecke mit Schauspielerin Zosia Mamet, die ihr hier online findet.
Zum Thema hat sich Ninia auch noch mit Teresa von Radio Fritz unterhalten, hier nachzuhören.
Den ganzen Talk könnt ihr hier nachhören.


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