Raus aus dem Hamsterrad – into the wild

Jetlag Overload - One day we'll be tired, baby! (rp14-20140506_P1020502)

In der vergangenen Woche fand endlich wieder die re:publica in Berlin statt – Anlass für drei Flâneurinnen, sich mit den ganz großen Fragen des Lebens zu beschäftigen: Wie wollen wir arbeiten? Wie wollen wir leben? Und wo überhaupt? Unter dem Titel „Jetlag Overload. One Day we’ll be tired, baby.“ luden Kathrin, Johanna und Ninia zur Therapiestunde in Stage 4. Sie sprachen über den Ausstieg aus dem Hamsterrad, digitale Abstinenz und wie eine Stadt glücklich machen kann. Es ging dabei nicht um eine Anleitung, wie man leben soll, sondern um Anreize, sich damit auseinanderzusetzen, wie man leben möchte und was Einflussfaktoren sein könnten. Den ganzen Workshop könnt ihr euch hier nachträglich anschauen:

Auf die Fragen, die die Drei im Laufe des Workshops ans Plenum gestellt haben, gab es viele, spannende Antworten – eine Auswahl seht ihr hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und die Erkenntnis?

Ein Leben ohne Internet oder Smartphone kann sich von den Zuhörer_innen niemand vorstellen. Selbst das bewusste Ausschalten des Handys wurde von den meisten als „nicht nötig“ angesehen. Immer online zu sein, ist nichts Besonderes mehr, sondern Alltag. Leben wollen die meisten der Teilnehmer_innen am liebsten in der Stadt, oder zumindest in einem Vorort, von dem aus sie immer leichten Zugang zur Stadt haben. Die perfekte Mischung aus Stadt und Natur würde sie am ehesten glücklich machen.

Als es um die drei wichtigsten Faktoren ging, die man braucht, damit die Arbeit einen glücklich macht, gaben immerhin sechs Leute im Raum an, dass sie in ihrer Tätigkeit bereits alle Faktoren erfüllt sahen. Selbstständiges Arbeiten und freie Zeiteinteilung sind hier oft vorne dabei, aber auch eine abwechslungsreiche Tätigkeit in Form von Projekten oder das Arbeiten in einem netten Team wurde genannt. Auch interessant: Von allen Anwesenden im Raum gab es nur eine Person, die noch keine der für sie wichtigen Faktoren in ihrem Arbeitsleben umsetzen konnte. Das re:publica-Publikum ist also insgesamt auf einem guten Weg.

Aus der Recherche, dem Workshop und den Gesprächen drumherum haben sich einige neue Gesichtspunkte und Themen für dieses Blog ergeben – das Thema bleibt also aktuell und wird von uns noch öfter aufgegriffen und weiterentwickelt werden.

Zumal die Autorinnen selbst wohl auch noch ein bisschen an der richtigen „Offlinestrategie“ arbeiten müssen 😉

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