Neues vom Kriminalsofa (15)

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Einige von uns Flâneuren schauen gerne den Tatort. In einem kurzen Rückblick zeigen wir euch an jedem Nach-Tatort-Montag, was wir über den aktuellen Tatort denken, welche Gefühle wir beim Schauen hatten und ob es sich lohnt, noch einmal in die Mediathek zu schauen.

Die harten Fakten:

Titel: Die Fette Hoppe

Stadt: Weimar

ErmittlerInnen: Lessing und Dorn

Austrahlungsdatum: 26. Dezember 2013

tl;dr

Ninia: Alle kennen sich, irgendwas mit Kutscher-Lizenz und Wurst.

Überraschungsmoment

Falk: In einem Film, der in Weimar spielt, spielt Dominique Horvitz mit. Nicht.

Ninia: Ich war ja als kleines Kind schon in Dominique Horwitz (mit w!) verliebt. Ich fand das also gut.

Falk: Der war vergangene Spielzeit kurzzeitig Ensemblemitglied im Hamburger Schauspielhaus und benahm sich, wie ich hörte, als solches ganz unmöglich. Ich finde den eigentlich nie gut.

Ninia: So etwas weiß ich leider nicht – aber diese Ohren.

Falk: Okay. Aber mit denen lässt sich auch nicht alles entschuldigen.

Das hat gefehlt

Ninia: Ernsthaftigkeit? Vielleicht?! Fand ich aber gut so.

Falk: Eine Erklärung für den Schlussgag. Weswegen knutschen Ulmen und Schmollmündchen plötzlich miteinander? Und was wollten sie dem Chef erzählen?

Ninia: Das fand ich auch unnötig. Diese Heten-Knutscherei.

Das war zu viel

Ninia; Tatort-Musik.

Falk: Weimarer Sehenswürdigkeiten. Inclusive Dominique Horwitz.

Lieblingsdialog

Falk: „Die Erfahrung sagt, dass bei Entführungen die Chancen auf ein gutes Ende mit der Höhe des Lösegeldes steigen. Wieviel wurde denn gefordert?“ „40000 Euro.“ „Das ist … für viele Leute sehr viel Geld.“

Ninia: “Wie früher, mit dem Deutschlehrer geschlafen und wegen Französisch sitzengeblieben.” “Ich habe dir gar keine Freunde weggenommen, du hattest nie welche.”

Lieblingsszene

Ninia: Dorn sitzt schon in der Kutsche – “Fahrstuhl, Lessing.”

Falk: Die Verwechslungsszene mit den unzähligen Schiller(?)-Doubles im Nationaltheater. Da blitzte kurzfristig echter Witz auf.

Fehler

Ninia: Wegen Kurzsichtigkeit vom Sportunterricht ausgeschlossen, aber dann bei der Polizei zugelassen? Bestimmt.

Falk: Ich war ja auch vom Sport befreit. Äh. War das jetzt das Thema? Ich bin so leicht abzulenken, heute.

Dabei habe ich Gänsehaut bekommen

Falk: Ja, klar, als in den Fleischabfällen gewühlt wurde. Ich bin auch nur ein Mensch.

Ninia: Ja, ich bin nicht umsonst Vegetarierin.

Falk: Ich ja nicht. Aber trotzdem zart besaitet.

Top-Tweet

Ninia:

 

Falk:

 

Das habe ich gelernt

Ninia: In Weimar kennt jede_r jede_n.

Falk: In Weimar gibt es auch hässliche Häuser: Das Gebäude links vom Präsidium. Eigenartig, als ich mal dort war, fand ich das alles so puppenstubig.

Das wünsche ich mir beim nächsten Mal

Ninia: Genau das, was wir dieses Mal bekamen.

Falk: Bitte keine witzig gemeinten Tatorte mehr. Wirklich. Morde sind nicht lustig. Und könnte der MDR vielleicht grundsätzlich aufhören, Filme zu machen? Ginge das?

Ninia: Well, unterschiedlicher könnten wir nicht urteilen.

Falk: Also alles wie gewohnt.

Was ich auch noch loswerden wollte

Ninia: Nora Tschirner, #hach. Palina, #hach. Ich bin verliebt und fand alles super.

Falk: Es ist Weihnachten, ich liege in meinem alten Kinderzimmer und habe ein paar Gläser leckeren Wein getrunken. Entsprechend möchte ich hier meine Mutter zitieren, die „Die fette Hoppe“ gemeinsam mit mir geschaut hat: „Chrrr-phhh.“

Ninia: Ich bin unsicher, was mir das sagen soll.

Falk: Was? Welches Thema?

Gesamtnote

Ninia: Als Abschluss dieses Jahres fand ich den Tatort wirklich gut. Mehr als das. Die Dialoge waren grandios. Ich vergebe eine 1 minus. Und das ist, glaube ich, das erste Mal, dass ich eine 1 vergebe – mit Wein intus und in der Hoffnung, irgendwann eine Rolle in so einem Tatort zu bekommen.

Falk: Ich gebe eine glatte 4. Weil Weihnachten ist.

Ninia: Endlich mal wieder keine Einigkeit.

Falk: Hab ich schon gesagt, dass ich mich auf unsere Tatort-Gespräche 2014 freue?

Les Flaneurs Verfasst von:

3 Kommentare

  1. Markus
    27. Dezember 2013
    Antworten

    @Falk: Beim Schlussgag wollten sie dem Chef beichten das die beiden ein Paar sind und er deswegen nach Weimar versetzt wurde. Das wäre jetzt meine Theorie.

  2. 27. Dezember 2013
    Antworten

    Hi Ninia und Falk,
    die beiden knutschten, weil Lessing der Vater des Kindes ist, sie es aber dem Chef nicht sagen wollten, weil dieser ja gegen „Romantik am Arbeitsplatz“ ist. Deswegen sagt er am Ende „Soll ich Ihnen jetzt auch noch das „Geheimnis der fetten Dorn“ verraten?“ und er zitiert noch mal den Grenzen-Satz von Kira Dorn. Ich fand’s eigentlich ne ganz lustige Wendung. 😉
    Eure Analyse hat mir auch wieder sehr gefallen. Weiter so in 2014, bitte! 🙂
    Liebe Grüße,
    Insa

  3. 28. Dezember 2013
    Antworten

    Wenn Ulmen so war, wie man ihn bereits kennt, hatte diese Ausstrahlung ihre Highlights. So etwas wie Spannung war leider Fehlanzeige, sonst wäre es ein richtig guter Tatort geworden. Bin auf Borowski zum Jahresabschluss-Tatort gespannt.

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