IDK WT THS IS – TITTS? | Fever Ray live in Deutschland

The Knife sind auf Eis gelegt. Es wurde also Zeit, dass sich eine Hälfte des schwedischen Geschwisterpaares, Karin Dreijer, wieder ihrem Soloprojekt Fever Ray widmet – jener übermystifizierten Maskengestalt, die sie zu einem einmaligen Album erschuf, das jeden Knife-Release an Qualität weit übertraf. Auftritte, Interviews, Informationen waren rar und immer hinter dem Schleier der Kunstfigur verborgen. „If I had a heart I could love you“, „Morning, keep the streets empty for me“, „One thing I know for certain, I’m pretty sure, it ain’t over, I’m not done“ – was für ein Meisterwerk.

Was genau das neue Album darstellen soll, darüber lässt sich wieder rätseln, bloß anders. Dreijers nach acht Jahren wiederauferstandene Fever Ray ist eine kahlgeschorene, psychotische Gestalt mit verschmiertem Lippenstift, die fahrige Statements zu Fetisch und sexueller Befreiung preisgibt. Was wie eine überspitzte Trash-Offensive wirkt, erschließt sich nicht sofort, auch nicht, wenn man weiß, dass sich Dreijer inzwischen von ihrem Mann hat scheiden lassen und offen queer lebt. Schockieren wird diese Chaoskunst heute jedenfalls niemanden mehr, aber es ist eine (auch musikalische) Herausforderung, die Fans des alten Werks aus der Reserve lockt.

Auf dem korrespondierenden Album „Plunge“ geht Dreijer die zuletzt mit The Knife ausgetretenen Pfade weiter: Mehr Jungle Drums, mehr Breakbeats, mehr Fiepsen und Japsen. Mit dem Entrückten hat Fever Ray abgeschlossen, dafür setzt es Erdrückendes, so wie bei der an Muskelanzügen und Neonfarben gesättigten Performance.

Neugierig geworden? Wir lassen Fever Ray for free auf euch los, am Dienstag, dem 13.3.18, im Hamburger Docks Club. Mailt uns mit dem Betreff „Fever Ray“ an redaktion@lesflaneurs.de bis zum Sonntagabend euren Namen, den wir dann plus eins auf die Gästeliste setzen. Gewinner werden per Antwortmail benachrichtigt. Viel Glück!

Fever Ray live in Deutschland:

  • 13.3.18 Hamburg, Docks Club
  • 17.3.18 Köln, Palladium
  • 14.7.18 Gräfenhainichen, Melt Festival

 

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Michael Schock Verfasst von:

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