Sieben Sätze | Missincat über Mailand

„In Mailand bin ich geboren und aufgewachsen, lebe aber seit nun schon zehn Jahren nicht mehr dort und doch sind meine Gefühle der Stadt gegenüber noch genauso ambivalent.

Mailand ist hektisch und schnell, alle haben dringend etwas zu tun, niemand gönnt sich eine Pause.

Mailand ist stressig und teuer, ja, aber es hat eben auch eine elektrisierend schöne Energie, die dich zum „Machen“ bewegt – deswegen sind ja auch alle Mailänder Workaholics, ich inklusive.

Mailand ist eine Industriestadt, ist groß, es gibt viel Beton, und Mailand ist auch ein bisschen hässlich, gemessen am italienischen Standard für Schönheit.

Gleichzeitig hat die Stadt aber auch sehr viele schöne versteckte Ecken, weshalb man unbedingt mit Mailändern unterwegs sein sollte, um diese zu entdecken.

In Mailand wird der Feierabend jeden Tag mit Aperitivo zelebriert, alle Cafés und Bars sind gerammelt voll, und im Sommer, der sehr lang und heiß ist, findet das alles draußen auf den Bürgersteigen statt – das finde ich wunderschön.

Ich vermisse Mailand allerdings nicht, Berlin ist einfach perfekt für mich.“


Bislang kannte man MissinCat, bürgerlich Caterina Barbieri, als Songschreiberin und Sängerin, die ihre Lieder ganz klassisch um ihre Akustikgitarre herum arrangiert. Vor wenigen Tagen hat die Italienerin ihre neue EP „Forces“ veröffentlicht – und zeigt sich darauf von einer anderen, von ihrer elektronischen Seite. Auf die Gitarre verzichtet sie dabei nicht ganz, verwebt ihre zarte Stimme aber meist mit sphärischen Synthesizer- und Klavierklängen, die sie mal mit spröden, mal mit verspielten Beats unterlegt. Unterstützt wird sie von befreundeten Musikern aus der Indie-Elektronik-Szene: Robot Koch, Charlotte Brandi von Me and My Drummer, Hundreds, La Boum Fatale und Federico Albanese.

Von Ende September bis Anfang Februar ist MissinCat auch in Deutschland auf Tour. Wir verlosen zweimal zwei Karten für das Auftaktkonzert am 29. September im Kupfersaal in Leipzig. Damn, das ist ja schon diesen Freitag! Also schreibt uns am besten sofort eine E-Mail an redaktion@lesflaneurs.de mit eurem Namen und dem Betreff „Abgekupfert“. Vorausgesetzt, ihr wollt die gebürtige Mailänderin live erleben.


Titelfoto: Christoph Voy

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Sven Wiebeck Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. Sandra
    25. September 2017
    Reply

    Mailand ist Mode und Mode ist Mailand.

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