Melancholie fürs Volk | Christiane Rösinger live in Hamburg

Christiane Rösinger spielt am 4. April im Hamburger Turmzimmer, anlässlich ihres neuen Albums „Lieder ohne Leiden“. Während ich sie nur einmal für ein paar Minuten auf einem Reeperbahn Festival erwischte, ist mein guter Freund Stefan Feuer und Flamme für die Dame. Deswegen habe ich ihm drei Fragen gestellt.

Wer ist eigentlich diese Christiane Rösinger?

Rösinger ist Musikerin und Journalistin. Bekannt geworden ist sie als Teil der Lassie Singers, später als kreativer Kopf und Frontfrau von Britta und seit 2010 als Solokünstlerin in Begleitung von Andreas Spechtl (Ja, Panik). Sie hat mittlerweile auch mehrere Bücher herausgebracht.

Und was macht ihre Musik für dich aus?

Sie ist meist herrlich schlecht gelaunt und besingt vorwiegend die Schattenseiten des Lebens. Dabei finden sich so großartige Texte wie „Es ist nicht unsere Schuld, es konnte ja nicht gehen, es ist ein durch und durch fehlerhaftes System. Wir taten, was wir könnten, es konnte doch nicht sein, es fängt mit L an und wir fielen darauf rein…“ (l****, Britta) oder „Liebe ist Baldrian fürs Volk“ („Liebe wird oft überbewertet „, Lassie Singers). Und wer sonst hat schon mal die Bundesjugendspiele in einem Lied über die aussichtslose Beziehungsanbahnung integriert wie in „Fragen“, ebenfalls von Britta?

Wird also eine eher zynische Show?

Na ja, trotzdem ist es eine Melancholie mit einem Augenzwinkern, und wenn ich ihre Musik höre, ist alles gleich nicht mehr so schlimm. Das liegt sicher auch an ihrer unverwechselbaren, warmen Stimme. Bestimmt nichts für chronisch gut gelaunte Menschen, die anderen werden den Abend aber garantiert genießen, denn La Rösinger hat auch eine charmante Bühnenpräsenz und führt humorvoll durchs Programm.

Klingt gut. Falls ihr dabei sein wollt, schickt uns bis Sonntagabend eine Mail mit dem Betreff „La Rösinger“ an redaktion@lesflaneurs.de mit dem Namen, den wir plus eins auf die Gästeliste setzen sollen. Viel Glück!
Titelfoto: Christiane Rösinger © Photo by Dorothea Tuch
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Michael Schock Verfasst von:

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