Sieben Sätze | Luca D’Alberto über Teramo

„Meine Heimatstadt ist Teramo. Teramo liegt in den Abruzzen, zwischen den Bergen und dem Meer, nur zwanzig Kilometer von der Adria und vierzig Kilometer von dem Berg Gran Sasso entfernt. Ich denke, meine Heimat spiegelt sich in meiner Musik wider: tiefgreifend und gewichtig wie die Berge, bewegt und flüchtig wie das Meer. Viele meiner Kompositionen sind hier entstanden. Teramo hat eine der besten kulinarischen Traditionen in Italien. Heute lebe ich zwischen Rom und Berlin und seit ich Teramo verlassen habe, habe ich den langsamen und ruhigen Lebensstil dieser Stadt zu schätzen gelernt und vermisse ihn. In den vergangenen Monaten haben Naturkatastrophen meine Region schwer getroffen, aber was auch passiert, ich werde immer mit ihr verbunden sein – wie bei einer Hochzeit: in guten wie in schlechten Zeiten.“

Der Italiener Luca D’Alberto spielt passionierte Neoklassik, die uns an Ludovico Einaudi erinnert. Auf seinem ersten Album „Endless“, das am 9. Juni erscheint, hat er alle Instrumente selbst eingespielt. Es ist schön, weil es dem aktuellen Trend zur kühleren, eher technischen Ausrichtung des Genres widerspricht. D’Albertos Musik ist sowohl als Soundtrack, als auch als Anreiz zum Ersinnen eigener Geschichten geeignet.
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Michael Schock Verfasst von:

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