Niemals zurück in die Zukunft | Austra live in Hamburg

Austras drittes Album hat die Politik des Zusammenlebens zum Thema. Lame, sagen die einen, relevant, sagen die anderen. Letztlich wurscht, wir wollen nicht die politischsten Alben der Musikgeschichte aufzählen und den Indie-Elektropop der Band um Sängerin Katie Stelmanis dort einordnen. Das ehemalige Riot-Grrrl trägt eine eigene zerbrochene Beziehung, Heimatlosigkeit und das Gefühl der Schwäche in einen globalen Kontext, der, und das ist das Wichtige, endlich wieder richtig gut klingt.

Nach Austras grandiosem Debüt „Feel It Break“ verblasste der Nachfolger „Olympia“ in seinen zu beliebigen Rhythmen. Auf „Future Politics“ findet das kanadische Kollektiv um die extravagante Sängerin und Maya Postepski (alias Princess Century), Dorian Wolf und Ryan Wonsiak zu alter Stärke zurück. Quietschender Kopfstimmengesang trifft kräftige Discobeats und Rhythmus/Richtungswechsel in und zwischen den Songs machen einen klaren Unterschied zum ehemaligen Einerlei des Vorgängers. „Wenn man in der kulturellen Landschaft Wandel bewirken will – und das tun wir als Künstler – ist es ganz essentiell, den Mainstream zu verändern“, sagt Stelmanis und unterwandert ihn mit dem neuen Austra-Werk gekonnt, in der Pose der Technoverführerin getarnt. Die Lektion lässt sich wohl auch so lesen: Nur ein Präsident kann nicht das Übel der Welt sein, es steckt in unseren Köpfen.

Damit ihr diese Köpfe mit soziopolitischem Brimborium und catchy Melodien füllen könnt, laden wir euch am Montag, 6. März, zu Austra ins Hamburger Uebel & Gefährlich ein. Schickt uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Au ja Austra“ an redaktion@lesflaneurs.de und dem Namen, den wir plus einer Begleitung auf die Gästeliste setzen sollen. Ihr habt dafür noch bis Samstagnacht Zeit, am Sonntag bekommt ihr dann eine E-Mail, wenn die Losfee euch erwischt hat. Viel Glück!

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Michael Schock Verfasst von:

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