Neues vom Kriminalsofa (68)

Einige von uns Flâneuren schauen gerne den Tatort. In einem kurzen Rückblick zeigen wir euch an jedem Nach-Tatort-Montag, was wir über den aktuellen Tatort denken, welche Gefühle wir beim Schauen hatten und ob es sich lohnt, noch einmal in die Mediathek zu schauen.

Die harten Fakten:

Titel: Sternenschnuppe

Stadt: Wien

ErmittlerInnen: Fellner & Eisner

Austrahlungsdatum: 7. Februar 2016

tl;dr

Ninia: An-den-Haaren-herbeigezogene-Story, alle rauchen viel, nicht existierender Geschlechtsverkehr, Privatfernsehen.

Johanna: Schmalzig-kitschig-trashig-nervig-öde Geschichte mit schlechten Schauspieler*innen und einer schlechten Story.

Überraschungsmoment

Ninia: Tja, ich überlege noch. So richtig überraschend war da nix.

Johanna: Ich war immer überrascht, wenn nach einer schlechten Szene eine noch schlechtere kam. Doch, das ist schon auch Kunst.

Ninia: Ah, ich sehe – Rant-Mood! Das gefällt mir!

Das hat gefehlt

Johanna: Bibi wie wir sie lieben! Ohne sentimentale Gefühlsduselei und so nen Schmarrn.

Ninia: Ja, mal wieder ein Fall für den ich die Wiener früher so mochte. Jetzt schalt ich nur noch wegen Bibi ein, aber das hält auch nicht für immer.

Das war zu viel

Johanna: Die Musikauswahl. Dieses Castingshowgedöns. Die Liebesgeschichten. Alles.

Ninia: Die Abschlussszene. Was sollte der Blödsinn? “Wir müssen noch zwei Minuten füllen, deswegen machen wir jetzt einen wirren Rückblick auf eine fiktive Person”?

Lieblingsdialog

Ninia: “Warum hat man in diesem Job nur mit kaputten Typen zu tun?” “ Wenn die Typen nicht kaputt wären, wäre niemand tot.”

Johanna: Kein Dialog. “Weil’s eh wurscht is” – keine Ahnung, wer das noch gleich gesagt hat.

Ninia: Die Täterin. Als sie den Müll rausbrachte.

Lieblingsszene

Johanna: Die letzte. Als der schleimige Typ dieses schleimige Lied singt und jemand “hör bitte auf” sagt.

Ninia: Diverse mit Michael Steinocher. Hat aber keinen inhaltlichen Bezug, mehr einen optischen.

Fehler

Johanna: “Es ist zu Ende”, sagte die Bibi – dabei waren noch 4 Minuten Tatort zu ertragen.

Ninia: Auch im Krankenhaus sind, wie immer im Fernsehen, alle noch top geschminkt.

Top-Tweet

Ninia:

Johanna:

Bechdel-Test

Ninia: Nein. Oder?

Johanna: Nö.

Das habe ich gelernt

Ninia: Beim Fernsehen rauchen sie alle. Und die Privaten sind nicht die Caritas. (Eines davon stimmt nicht.)

Johanna:

Das wünsche ich mir beim nächsten Mal

Johanna: Alles anders als heute machen, es kann nur besser werden.

Ninia: Mehr düster, mehr Bibi, mehr Spannung.

Was ich auch noch loswerden wollte

Johanna: Hört bitte auf.

Ninia: Vor allem mit diesen herbeigezogenen Geschlechtsverkehr-Geschichten. Wem hilft das?

Johanna: Erinnerst du dich noch? – das haben wir 2014 oder so immer wieder kritisiert.

Ninia: Ja! Es nervt einfach. Die Energie lieber in gute Geschichten stecken. Diese Szene mit dem Paar-Theratpeuten war auch einfach so unnötig und die volle Klischeekeule.

Gesamtnote

Johanna: Ich hab ja schon bei Twitter gespoilert. Ich gebe eine 6. Kein Bibi-Bonus heute, das war einfach mehr als deppert. Ein einziger Krampf.

Ninia: Ich gebe eine 4. Immerhin gab’s eine verfolgbare Geschichte, wenn auch krampfig, aber eine Geschichte. Aber die 4 auch nur mit viel gutem Willen.

Johanna: Du hast dich doch von dem kettenrauchenden Bad Boy einlullen lassen…

Ninia: Vielleicht…

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