Der Pfirsich ist reif | Peaches live im Gruenspan

15 Jahre mit der Goddess of Fuck, was wäre die Welt ohne Peaches. Hier steht kein Fragezeichen. Man mag darüber streiten, ob die Kämpferin gegen Prüderie und sexuelle Bigotterie nicht mehr bloß Windmühlen ihre Vagina zeigt, schließlich ist Sex in Werbung, TV oder Internet (ja, besonders hier) Gang und Gäbe. Aber letztlich sind die präsentierten Kopulationen immer in perfektem Licht inszenierte Tätscheleien schöner, makelloser Körper, die davon leben, gut auszusehen und normalen Leuten ein schlechtes Gewissen zu machen. Wie viele realistische Sexszenen habt ihr denn in den letzten 20 Filmen gesehen? Genau. Ein altes Lied auf der alten Laier gespielt.

Peaches‘ Mut zur Hässlichkeit ist der Mut zur Individualität jenseits der Modewerbung und des Versuchs orientierungsloser Modegeschöpfe, die eine Designerlinie brauchen, um sich legitim und rebellisch zu fühlen. Zuletzt sah ich Peaches 2003, als sie in Björks Vorprogramm zu billigen Technobeats, einen explodierten Minipli auf dem Kopf und XXX-Umhang auf den Schultern, über die Bühne der Arena Treptow rollte – und sondergleichen gefeiert wurde. Und ich weiß und bin mir sicher, dass sich daran im Grunde nichts geändert haben wird. Wir müssten eigentlich anstatt Tornado-Kampfjets eher eine mit Boombox bewaffnete Peaches in den Kampf gegen den IS schicken. Bei ihren Konzerten predigt sie ja bereits zu Bekehrten.

Deswegen lassen wir Titts und Dicks gerne am Donnerstag, 10. Dezember, im Hamburger Gruenspan rotieren. Es geht um nicht weniger als den Weltfrieden. Tut euren Teil, gewinnt zwei Karten zur Show: Schickt uns eine E-Mail mit den Betreff: „Peaches“ an redaktion@lesflaneurs.de – Deadline ist der 9.12. um 12 Uhr. Viel Glück!

 

Michael Schock Verfasst von:

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