Operation Ton

Von Marcel Wicker

Krise ist ja immer. Auch und besonders im Musikgeschäft. Deswegen stecken schlaue Menschen regelmäßig ihre Köpfe auf Konferenzen zusammen und orakeln den Untergang der Musikindustrie herbei.

Bei Operation Ton läuft das anders. Das ist kein Jammerkongress für Leute, die es sich im Musikbusiness bequem gemacht haben, als das noch ging, sondern eine Ideenschmiede für alle, denen tatsächlich etwas an der Kunst liegt. MusikerInnen, KomponistInnen, JournalistInnen, VeranstalterInnen, BookerInnen und Menschen aus Labels und Verlagen treffen sich am 13. und 14. November im Hamburger Haus73, um sich tagsüber den Zukunftsfragen der Musiklandschaft zu stellen und diese abends beim hauseigenen Festival zu feiern.

Organisiert von RockCity e.V. verfolgt Operation Ton seit 2007 das Ziel, Menschen Mut zum eigenwilligen Musizieren zu machen, Gespräche über Popkultur anzuregen und den Einstieg in eine musikalische Lebensgestaltung zu erleichtern. Die Liebe zur Vielfalt beweist das bunte Programm mit Vorträgen wie dem von Françoise Cactus (Stereo Total), die unter dem Titel „Das A & O rebellischer Selbstorganisation“ über die Rolle der Frau in der Musik sprechen wird. Das Panel „Music Has No Borders“ stellt Musikprojekte von und mit Refugees vor und Mona Mur ezählt, wieso Video Games der Rock’n’Roll von heute sind. Außerdem als ReferentInnen dabei sind Judith Holofernes (Wir Sind Helden), Friedrich Liechtenstein („Supergeil!“), Peter Hein (Fehlfarben) und viele mehr.

Das begleitende Festival mit Live Acts, Lesungen, Filmen & Performances beendet beide Konferenztage. Auf der Bühne stehen unter anderem Fuck Art – Let’s Dance, Foxos, Fatoni und Mine. Gelesen wird von Andy Strauß und Judith Holofernes.

Also für mich klingt das überhaupt nicht nach Krise.

Operation Ton #9
13.-14. November 2015
Haus73, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg
Karten für Konferenz, Festival und einzelne Konzerte gibt es hier im Vorverkauf und an der Abendkasse.

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